Jahrgang 2016

Jahrgang 2016

per­spek­ti­ven ds 1/2016
Ein­wan­de­rung zwi­schen Abwehr und Inte­gra­tion

218 Sei­ten | vergriffen

Kriege und fai­led sta­tes. Per­spek­tiv­lo­sig­keit, Hun­ger, Gewalt, Will­kür­herr­schaft. Hoff­nung auf ein bes­se­res Leben: Mil­lio­nen Men­schen sind auf dem Weg in die Län­der, von denen sie hof­fen, dass es ihnen dort bes­ser gehe als in ihrer Hei­mat. Viele sind nach Deutsch­land gekom­men, nach Europa. Hier wird noch darum gestrit­ten, warum auf ein­mal, im Herbst 2015, so viele kamen. Man gibt Angela Mer­kel die Schuld, sie habe die Flücht­linge ein­ge­la­den. Aber war dies nicht abseh­bar gewe­sen? Es brauchte doch eigent­lich keine beson­dere «Ein­la­dung» mehr. Die Men­schen waren längst unter­wegs, in Jor­da­nien hat­ten sich die Flücht­lings­la­ger mit Mil­lio­nen Geflüch­te­ter ange­füllt, im Mit­tel­meer ertran­ken Tau­sende. Doch in Deutsch­land und Europa hat bis in den Som­mer 2015 hin­ein fast nie­mand reagiert. Darum haben wir eine beson­dere «Flücht­lings­krise» – sie ist die Krise Euro­pas. Es zeigt sich ein­mal mehr: Ein gemein­sa­mes, fried­li­ches und gemein­sam akti­ves Europa ist keine Selbst­ver­ständ­lich­keit, son­dern, wie wir in unse­rem letz­ten Heft gezeigt haben, ein uner­le­dig­tes Pro­jekt, eine schwie­rige Auf­gabe. Und im Moment steht Europa ohne gemein­sa­mes Kon­zept da, dabei müsste es genau jetzt stark sein.


per­spek­ti­ven ds 2/2016
Ori­en­tie­rungs­su­che in der Zei­ten­wende

224 Sei­ten | vergriffen 

Erneut ist all­seits von einer Zeit­wende die Rede, von einer ähn­lich tief­grei­fen­den Zäsur wie damals 1989/90, als die «Wende» in der Implo­sion und Trans­for­ma­tion der kom­mu­nis­ti­schen Welt mün­dete. Aber wel­che Zei­ten­wende erle­ben wir heute wohin? Wie ori­en­tie­ren wir uns als demo­kra­ti­sche Sozia­lis­ten und soziale Demo­kra­ten in die­sen neuen Zei­ten? Wie viele Feh­ler sind selbst­ge­macht, wo die Armen, Abge­häng­ten und Ängst­li­chen aus den Augen ver­lo­ren wur­den? Sind unsere alten Ori­en­tie­run­gen eigent­lich noch zeit­ge­mäß oder müss­ten sie nicht gera­dezu eine Renais­sance erle­ben? Wie kann die linke Mitte, beson­ders die SPD, wei­te­rem Siech­tum und kon­ti­nu­ier­li­chem Nie­der­gang ent­ge­hen? Was kann dem Kon­troll­ver­lust der Poli­tik gegen­über dem glo­ba­li­sier­ten Kapi­ta­lis­mus noch ent­ge­gen­ge­setzt wer­den?
Im Schwer­punkt die­ses Hef­tes fin­den sich hierzu unter­schied­li­che Ana­ly­sen, Aspekte und Mei­nun­gen.
Die per­spek­ti­ven ds haben sich immer als intel­lek­tu­el­les Mit­mach­pro­jekt ver­stan­den. In die­sem Heft fin­det sich eine neue Rubrik «junge per­spek­ti­ven», ver­ant­wor­tet von Simon Oben­hu­ber und Moritz Rudolph. Damit wol­len wir unter­strei­chen, wie sehr wir daran inter­es­siert sind, unsere Debat­ten gerade für die jün­gere Gene­ra­tion zu öff­nen und Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und ‑wis­sen­schaft­lern einen beson­de­ren Raum zur Publi­ka­tion anzubieten.