Am 23. Februar 2025 SPD wählen!

Am 23. Februar 2025 SPD wählen!

Wahl­auf­ruf der Hoch­schul­in­itia­ti­veDS e.V.

Aus Anlass der vor­ge­zo­ge­nen Bun­des­tags­wahl am 23. Februar 2025 haben Mit­glie­der des Vor­stan­des der Hoch­schul­in­itia­tive Demo­kra­ti­scher Sozia­lis­mus e.V. den fol­gen­den Wahl­auf­ruf erar­bei­tet. Er ruft zur Wahl der Sozi­al­de­mo­kra­tie auf. Wir wür­den uns über wei­tere Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zer aus Wis­sen­schaft und Publi­zis­tik freuen. Kurze E‑Mail (kjs@​hochschulinitiative-​ds.​de) genügt.

Sich der Rechts­wende entgegenstemmen!

Am 23. Februar SPD wählen!

Mit der Bun­des­tags­wahl 2025 geht es um die Ent­schei­dung zwi­schen einem Rich­tungs­wech­sel nach rechts oder der Fort­set­zung einer zukunfts­ori­en­tier­ten Ent­wick­lung. Eine erstarkte rechts­extrem gewen­dete AfD und eine rück­wärts­ori­en­tierte CDU/CSU ste­hen einer zer­split­ter­ten Mehr­zahl von Mitte- und Links­par­teien gegenüber.

Die SPD-geführte «Ampel» hat trotz Pan­de­mie, Krieg, Infla­tion und Wirt­schafts­krise wich­tige Weg­mar­ken gesetzt; etwa in der Energie‑, Arbeitsmarkt‑, Sozial‑, Frie­dens- und Sicher­heits­po­li­tik sowie bei dem Kampf gegen den Kli­ma­wan­del. Sie ist an der Sabo­tage durch Lind­ners FDP geschei­tert – kein Wun­der bei die­sem «Part­ner», der den öko­lo­gi­schen Umbau abwür­gen und den Sozi­al­staat schred­dern will. Was des­halb unvoll­endet blieb, muss jetzt – den­ken wir an mehr soziale Sicher­heit, Gerech­tig­keit und nach­hal­tige Inves­ti­tio­nen – drin­gend ange­packt wer­den.
Vie­ler­orts nützt die Zukunfts­un­si­cher­heit neo­kon­ser­va­ti­ven, auto­ri­tä­ren und popu­lis­ti­schen Kräf­ten. Die unso­ziale Mer­z/S­öder-Union ist nicht mehr mit der Mer­kel-CDU gleich­zu­set­zen. Die Brand­mauer zum Völ­kisch-Rechts­extre­men brö­ckelt. Welt­weit bedro­hen wie auch immer neo­li­be­ral-post­de­mo­kra­ti­sche und post­fa­schis­tisch-natio­na­lis­ti­sche Poli­ti­ken das Demo­kra­ti­sche und Soziale, ver­hin­dern über­fäl­lige sozi­al­öko­lo­gi­sche Maß­nah­men, gehen ein­her mit der Zer­stö­rung von Ver­nunft und Ratio­na­li­tät, beson­ders in den „Sozia­len Medien“. Der Welt­frie­den ist nicht mehr sicher. Angriffs- und Ver­nich­tungs­kriege wur­den wie­der führ­bar, die Gewalt­po­li­tik von Auto­kra­ten, Dik­ta­to­ren und Faschis­ten bedroht auch uns, illi­be­rale Staa­ten stei­gen auf, Men­schen­rechte und Min­der­hei­ten­schutz wer­den weni­ger beach­tet.
So ist Deutsch­land mit dra­ma­ti­schen poli­ti­schen Struk­tur­ver­schie­bun­gen glo­ba­len Aus­ma­ßes kon­fron­tiert: Wir wol­len, dass die deut­sche Sozi­al­de­mo­kra­tie in der Tra­di­tion ihrer Geschichte und Grund­werte dage­gen klare Zei­chen setzt! Soziale Sta­bi­li­tät und Gerech­tig­keit, Gleich­stel­lung, äußere und innere Sicher­heit, die Fes­ti­gung der Demo­kra­tie, eine in jeder Hin­sicht hand­lungs­fä­hige EU – dies sind Leit­ideen der SPD. Diese muss sie kla­rer zum Aus­druck brin­gen, ohne sie wird Zuver­sicht nicht wie­der­zu­ge­win­nen sein.
Es ist im euro­päi­schen Inter­esse, den Bedro­hun­gen Putins zu wider­ste­hen, wes­halb es rich­tig ist, dass wir die Ukraine in ihren Ver­tei­di­gungs­be­mü­hun­gen soli­da­risch unter­stüt­zen. Gleich­zei­tig bleibt das Risiko, in den Ukrai­ne­krieg hin­ein­ge­zo­gen zu wer­den, daher muss alles getan wer­den, eine unkon­trol­lier­bare Eska­la­tion zu ver­hin­dern. Alle Schritte in Rich­tung einer Frie­dens­ord­nung, die den Wil­len der Ukraine respek­tiert, sind zu unter­stüt­zen. Nur ein wirt­schaft­lich star­kes Deutsch­land kann zur Selbst­be­haup­tung Euro­pas bei­tra­gen.
Das soziale Netz muss geschützt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Der öffent­lich geför­derte soziale Woh­nungs­bau muss als eine Grund­lage des sozia­len Net­zes Prio­ri­tät haben. Die aus der Sozi­al­bin­dung fal­len­den Woh­nun­gen müs­sen unver­züg­lich ersetzt wer­den. Des­halb ist die Wie­der­ein­füh­rung gemein­wirt­schaft­li­cher Ele­mente in den Pro­blem­ge­bie­ten vor­ran­gig.
Deutsch­land muss seine Posi­tion als starke Wirt­schafts­na­tion trotz aller Her­aus­for­de­run­gen durch die Ver­än­de­rung der Welt­wirt­schaft zurück­ge­win­nen, um den soli­da­ri­schen Sozi­al­staat erhal­ten zu kön­nen. Die Moti­va­tion daran mit­zu­wir­ken, muss bei jedem Mit­bür­ger, der dazu imstande ist, geweckt wer­den. Denn die Mit­tel für Inves­ti­tio­nen in öffent­li­che Infra­struk­tur, in Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kul­tur, sowie für die Siche­rung des sozia­len Sys­tems müs­sen erwirt­schaf­tet wer­den. Gesteu­erte Migra­tion kann dazu bei­tra­gen. Staat­li­che Poli­tik hat die Auf­gabe, die finanz­po­li­ti­schen und gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für diese Ent­wick­lung zu schaf­fen. Bei allem wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Han­deln muss ver­stärkt das Gebot der Nach­hal­tig­keit beach­tet wer­den. Die Scho­nung natür­li­cher Res­sour­cen, vor allem der Kli­ma­schutz, muss immer sozial gestal­tet wer­den und darf nie­man­den über­for­dern.
Zen­tra­les Thema der Bun­des­tags­wahl ist die schwie­rige Wirt­schafts­lage. Es dro­hen Wohl­stands­ver­luste für breite Teile der Bevöl­ke­rung, Arbeits­lo­sig­keit kehrt zurück und die Finan­zier­bar­keit der Sozi­al­sys­teme steht infrage. Hier sind die Kon­zepte der Finan­zie­rung staat­li­cher Auf­ga­ben gegen­sätz­lich: sozial aus­ge­wo­gen oder im Inter­esse der Ver­mö­gen­den und Mäch­ti­gen. Wäh­rend Schwarz-Gelb auf eine Ver­bes­se­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch weni­ger Steu­ern und Büro­kra­tie setzt und behaup­tet, Steu­er­sen­kun­gen seien auch ohne nen­nens­werte Gegen­fi­nan­zie­rung mög­lich, will die SPD 95 % der nor­ma­len Steuerzahler/​innen ent­las­ten. Die not­wen­di­gen Inves­ti­tio­nen in Zukunfts­bran­chen und Infra­struk­tur will die SPD durch die Erhö­hung des Spit­zen- und Rei­chen­steu­er­sat­zes, die Rück­kehr der Ver­mö­gens­steuer, eine stär­kere Besteue­rung von Kapi­tal­erträ­gen und eine ange­mes­sene Locke­rung der Schul­den­bremse finan­zie­ren.
Neben der gerech­te­ren Ver­tei­lung von Ein­kom­men und Ver­mö­gen ist wich­ti­ger Teil der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Erzäh­lung, dass die Gestal­tung einer freien, chan­cen­glei­chen und soli­da­ri­schen Gesell­schaft darauf beruht, dass diese als soziale Ein­heit gemein­sam für ihre Exis­tenz­mit­tel sor­gen muss: Jeder Mensch muss bereit sein, den Bei­trag für die Gesell­schaft zu erbrin­gen, den er zu leis­ten imstande ist. Zugleich haben alle die­je­ni­gen, die dazu nicht in der Lage sind, Anspruch auf soli­da­ri­sche Hilfe.

Deutsch­land steht vor einer wirk­li­chen Rich­tungs­wahl: Die SPD muss alle Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler mobi­li­sie­ren, daran mit­zu­wir­ken, den Sozi­al­staat und die Mög­lich­keit, frei zu leben, zu sichern. Ver­hin­dern wir, dass in Deutsch­land wie­der eine rechts­extreme Par­tei durch demo­kra­ti­sche Wah­len an die Macht kommt! Sor­gen wir für eine starke Regie­rungs-SPD, damit Demo­kra­tie, Sicher­heit, Gerech­tig­keit und nach­hal­ti­ger Wohl­stand nicht unter die Räder kommen!

Sor­gen wir mit unse­rer Stimme dafür, dass die SPD – mit Olaf Scholz als Bun­des­kanz­ler – wei­ter die Bun­des­re­gie­rung anfüh­ren kann. Wir wäh­len am 23. Februar SPD!

Unterzeichner/​innen (Stand 5. Februar 2025):


Prof. Dr. Her­mann Adam
Julian Beywl
Dr. Arno Brandt
Prof. Dr. Ulrike Brum­mert
Prof. Dr. Lothar Czayka
Dr. Klaus-Hein­rich Ded­ring
Prof. Dr. Nils Diede­rich
Dr. Til­man P. Fich­ter
Prof. Dr. Gre­gor Fitzi
Dr. Bert­hold Franke
Tho­mas Giese 
Mar­tin Gor­holt
Ste­phan Gorol
Dr. Gabriele Griese-Heindl
Benno Haun­horst
Priv. Doz. Dr. Sieg­fried Heimann
Dr. Horst Heimann
Prof. Dr. Sabine Hering
Dr. Ulrich Heyder
Dr. Petra Hoff­mann
Prof. Dr. Gus­tav A. Horn
Dr. Burk­hard Jel­lon­nek
Roland Klap­p­roth
PD Dr. Ste­phan Klecha
Gabriele Klem­pert
Jens Krei­baum
Hen­drik Küp­per
Dr. Mat­thias Kol­latz
Vera Konieczka
Prof. Dr. Klaus Kost
Dr. Klaus Leesch
Prof. Dr. Det­lef Leh­nert
Alex­an­der Lohe
Kira Lud­wig
Prof. Dr. Ralf Lud­wig
Prof. Dr. Chris­toph Meyer
Prof. Dr. Tho­mas Meyer
Prof. Dr. Gerd Mielke
Dr. Gero Neu­ge­bauer
Han­ne­lore Penkwitt 
Prof. Dr. Sibylle Rein­hardt
Dr. Bernd Rother
Gaby Rott­haus
Prof. Dr. Kars­ten Rudolph
Prof. Dr. Ralf Ryt­lew­ski
Prof. Dr. Richard Saage
Dr. Klaus-Jür­gen Sche­rer
Prof. Dr. Cars­ten Schlü­ter-Knauer
Prof. Dr. Uli Schö­ler
Annette Schü­ren
Nor­bert Schü­ren
Dr. Cars­ten Schwäbe
Prof. Dr. Man­fred Sicking
Ste­fan Maria Stader
Udo Stäh­ler
Prof. Dr. Peter Stein­bach
Prof. Dr. Richard Stöss
Prof. Dr. Johano Stras­ser
Dr. Astrid Stroh
Hein­rich Tie­mann
Dr. Dr. Hagen Wei­ler
Dr. Jörg Wein­gar­ten
Prof. Gert Weiß­kir­chen
Rein­hard Wen­zel
Wolf­gang Wie­mer
Dr. Kle­mens Witt­e­bur
Helga Zie­mann
Prof. Dr. Chris­toph Zöpel

Hier­mit unter­stütze ich vor­ste­hen­den Auf­ruf und bin mit der Ver­öf­fent­li­chung mei­nes Namens ein­ver­stan­den! – Bitte kurze Rück­mel­dung an: kjs@​hochschulinitiative-​ds.​de (e‑mail) // 0151 – 57656109 (SMS) // HDS c/​o Klaus-Jür­gen Sche­rer, Fran­ken­straße 6, 10781 Ber­lin (Post)